Schlagwort: Entziehung der Fahrerlaubnis

Verdacht auf Alkoholmissbrauch rechtfertigt MPU-Auflage

Wird die Fahrerlaubnis nach einer Trunkenheitsfahrt durch das Amtsgericht wegen Alkoholmissbrauchs entzogen, darf die Führerscheinbehörde die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis von der Vorlage einer positiven Mpu abhängig machen.

In einem Urteil vom 15. Januar 2014 hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg entschieden, dass die Erteilung einer Fahrerlaubnis, die zuvor vom Strafgericht wegen Alkoholmissbrauchs entzogen wurde, von der Vorlage eines eine medizinisch-psychologischen Gutachtes abhängig gemacht werden darf.

Den Betroffenen war im Rahmen eines Strafverfahrens nach einer Trunkenheitsfahrt mit 1,2 Promille der Führerschein vom Amtsgericht wegen Alkoholmissbrauchs entzogen worden. Zugleich wurde eine Sperrfrist von sieben Monaten angeordnet. Als der Betroffene nach Ablauf dieser sieben Monate die Wiedererteilung seiner Fahrerlaubnis beantragte, wurde ihm von der Behörde auferlegt, zunächst ein medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen.

Der Betroffene legte das Gutachten nicht vor, weshalb ihm auch die Fahrerlaubnis nicht wiedererteilt wurde.

Sowohl das zuständige Verwaltungsgericht, als auch der Verwaltungsgerichtshof bestätigten die Entscheidung der Behörde.

Nachdem die Fahrerlaubnis vom Strafgericht wegen Alkoholmissbrauchs entzogen wurde, war die Anordnung einer MPU rechtmäßig

Wenn Sie wegen Alkohol am Steuer mit dem Entzug Ihres Führerscheins rechnen müssen, oder die Fahrerlaubnis bereits entzogen wurde, sollten Sie sich rechtzeitig über die Wiedererteilungsvoraussetzungen informieren, damit die Dauer des Entzugs am Ende nicht noch länger dauert als unbedingt nötig.

Kontaktieren Sie uns. Gerne erstellen wir mit Ihnen gemeinsam einen Fahrplan zur Wiedereiteilung Ihrer Fahrerlaubnis.

Führerscheinentzug bei Drogen – Entziehung der Fahrerlaubnis

Führerscheinentzug

Der Führerscheinentzug – oder wie es im Gesetz heißt, die Entziehung der Fahrerlaubnis – ist vorprogrammiert, wenn man unter Einfluss von berauschenden Mitteln am Straßenverkehr teilnimmt. Selbst der Besitz von Drogen kann zum Führerscheinentzug führen wenn die Behörde berechtigte Zweifel an der Eignung des Führerscheinbesitzers hat.

Sobald die Führerscheinbehörde Zweifel hat, dass die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs nicht mehr besteht, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis wird davon abhängig gemacht, dass der Betroffene eine positive medizinisch-psychologische Untersuchung (so genannter Idioten Test) nachweist.

Bei der Einnahme von harten Drogen oder bei Drogenabhängigkeit muss zusätzlich ein Abstinenznachweis erbracht werden. D.h. es muss eine mindestens einjährige Drogenfreiheit nachgewiesen werden.

Bevor die Behörde den Entzug der Fahrerlaubnis angeordnet, erhalten Betroffene die Möglichkeit zur Anhörung. Muss ein Anhörungsverfahren durchgeführt werden.

Der Führerscheinentzug kann existenzbedrohend sein. Gerade wer beruflich auf seinen Führerschein angewiesen ist, oder sogar eine fahrende Tätigkeit ausübt, muss im Fall eines Führerscheinentzugs schlimmstenfalls auch mit seiner Kündigung rechnen.

Wenn Ihnen ein Führerscheinentzug droht, sollten Sie sich unbedingt anwaltlich beraten lassen. Es gilt zunächst zu klären, aus welchem Grund Ihnen der Führerschein entzogen werden soll. Im zweiten Schritt überprüfen wir, ob der Führerscheinentzug rechtmäßig und notwendig ist.

Eine gute Verteidigung besteht darin, einen Führerscheinentzug abzuwenden oder, wenn dies nicht möglich ist, Ihnen sämtliche Wege aufzuzeigen, damit Sie Ihren Führerschein schnellstmöglich wieder erhalten.

Gemeinsam erarbeiten wir mit Ihnen einen Fahrplan zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis.