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Trotz Corona uneingeschränkt für Sie da

Da wir schon seit Jahren auf die digitale Akte und Home Office setzen, ändert sich nichts. Die umgehende Bearbeitung Ihres Anliegens hat für uns nach wie vor Priorität.

– wir verzichten im Moment auf persönliche Besprechungen

  • die Beratung erfolgt telefonisch. 
  • Termine können Sie auch online vereinbaren.

– Sie erreichen uns telefonisch und per Mail

– meine Mitarbeiterin arbeitet komplett aus dem Home Office für Sie

– Sie können uns online beauftragen, Ihre Daten sind sicher

– es gibt für Sie keine Einschränkungen in  der Mandatsbearbeitung

– Übersenden Sie uns Ihre Unterlagen über unsere verschlüsselte Onlineakte oder per E-Mail oder auch per Post. 

Unfall zwischen Fußgänger und Pkw – volle Haftung des Fußgängers

OLG Nürnberg 4 U 1386/17 vom 31.01.2018

Bei einem grob verkehrswidriges Verhalten eines Fußgängers, kann die Betriebsgefahr eines Pkw vollständig zurücktreten.

Dies bedeutet, dass der Fußgänger für den Unfall zu 100 % haftet.

Es handelt sich in solchen Fällen immer um eine Einzelfallabwägung

In diesem Fall parkte der Fußgänger 15 m von einer Ampel entfernt und wollte mit einer mannshohen Plakatwand eine 4- spurige Straße überqueren. Ein herannahender Autofahrer nahm den Fußgänger zu spät wahr und erfasste ihn.

Nach Auffassung der OLG musste der Autofahrer mit einem solchen Verhalten des Fußgängers nicht rechnen. Selbst mit einer Vollbremsung wäre der Unfall für den Pkw-Fahrer nicht vermeidbar gewesen.

Pressemitteilung – Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg, Az. 4 U 1386/17, vom 31. Januar 2018​

Bußgeldbescheid erhalten

Wenn Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, fallen eine Menge Fragen an. Die häufigsten Fragen will ich Ihnen hier in Kürze beantworten:

Einspruch gegen Bußgeldbescheid
Welche Wirkung hat ein Einspruch?
Was bringt ein Einspruch?
Wie lange kann ich gegen den Bußgeldbescheid vorgehen?
Was passiert, wenn ich keinen Einspruch einlege?
Wann wird der Bußgeldbescheid wirksam?
Wann muss ich bei einem Fahrverbot meinen Führerschein abgeben?
Welches Datum zählt für die Punkte?
Wie lange sind meine Punkte im Fahreignungsregister eingetragen?
Wann ist meine Eintragung wieder weg?
 
 

Einspruch gegen Bußgeldbescheid

Wenn Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, können Sie innerhalb von 14 Tagen Einspruch einlegen. Wenn Sie innerhalb dieser Frist nicht reagieren, wird der Bußgeldbescheid rechtskräftig und Sie können nicht mehr dagegen vorgehen.

Welche Wirkung hat der Einspruch?

Mit dem Einspruch erreichen Sie, dass der Bescheid erst einmal nicht rechtskräftig wird. Das heißt:
  • Sie müssen die Geldbuße vorerst nicht bezahlen,
  • Es werden keinen Punkte im Fahreignungsregister eingetragen,
  • Sie müssen kein Fahrverbot antreten.
  • Sie können im Falle eines Fahrverbotes Zeit gewinnen

Solange der Einspruch aufrecht erhalten wird, treten die Sanktionen des Bußgeldbescheides nicht in Kraft.

Was bringt ein Einspruch?

Sie können Akteneinsicht bei der Bußgeldbehörde nehmen
  • das Messverfahren prüfen lassen
  • gegen den Bußgeldbescheid vorgehen
  • gegen ein Fahrverbot vorgehen
  • ein Fahrverbot verzögern
  • das Verfahren zur Einstellung bringen

Wie lange kann ich gegen den Bußgeldbescheid vorgehen?

Sie haben nur 2 Wochen Zeit, gegen den Bescheid Einspruch zu erheben und die Rechtskraft zu hemmen. Danach wird der Bescheid rechtskräftig und alle Sanktionen werden wirksam.

Was passiert, wenn ich keinen Einspruch einlege?

Der Bescheid wird rechtskräftig. Sie müssen die Geldbuße und die Verfahrenskosten bezahlen. Die Punkte werden in Flensburg eingetragen und das Fahrverbot wird wirksam.

Wann muss ich bei einem Fahrverbot meinen Führerschein abgeben?

Wenn es Ihr erstes Fahrverbot ist, haben Sie 4 Monate ab Rechtskraft Zeit, den Führerschein abzugeben. Hatten Sie in den letzten 2 Jahren schon einmal ein Fahrverbot, wird dieses direkt mit Rechtskraft des Bußgeldbescheides wirksam. Ein Einspruch ist manchmal sinnvoll, wenn Zeit gewonnen werden soll.

Welches Datum zählt für die Punkte?

Entscheidend ist der Tag, an dem Sie die Ordnungswidrigkeit begangen haben. Einen Aufschub durch einen Einspruch erreichen Sie bei den Punkten nicht.

Wie lange sind meine Punkte im Fahreignungsregister eingetragen (Tilgungsdauer)?

Hier kommt es darauf an, welche Ordnungswidrigkeit Sie begangen haben. Bei Vorfällen ohne Fahrverbot steht die Eintragung 2,5 Jahre im Register. Bei anderen Fällen mit Fahrverbot wird die Eintragung erst nach 5 Jahren getilgt.

 

Wann ist meine Eintragung wieder weg?

Ganz gelöscht wird die Eintragung nach der erreichen Tilgungsdauer + einer einjährigen Überliegefrist. Das heißt, entweder nach 3,5 bzw. nach 6 Jahren ist die Eintragung nicht mehr im Register.
Noch mehr Fragen? Dann machen Sie einen Termin: 0911 / 956 999 44 oder schicken mir eine E-Mail.

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Rücktritt vom Autokauf

Rücktritt vom KaufvertragIn diesem Artikel erfahren Sie von Fachanwältin für Verkehrsrecht Stefanie Helzel was Sie bei einem Rücktritt vom Kaufvertrag Ihres Autos beachten müssen.

Wann ist der Rücktritt vom Autokaufvertrag überhaupt möglich?

1. Es muss ein erheblicher Mangel vorliegen.

* Nicht jeder kleine Kratzer reicht aus, um den Kaufvertrag wieder rückgängig zu machen. An dem Fahrzeug muß schon ein erheblicher Mangel vorhanden sein, dass Sie überhaupt zurücktreten dürfen.
* Der Verkäufer muß für den Mangel haften. Wenn ein erheblicher Mangel vorhanden ist, ist eine weitere Voraussetzung, daß der Käufer für diesen Fehler auch haftet.
* Das ist z.b. nicht der Fall, wenn die Gewährleistung im Kaufvertrag wirksam ausgeschlossen wurde, was bei Verträgen unter Privatleuten ohne weiteres möglich ist.

Liegt ein erheblicher Mangel vor und haftet der Verkäufer für den Mangel, ist ein Rücktritt vom Kaufvertrag des Autos möglich.

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Ab wann ist man vorbestraft?

Michael Grabscheit @ Pixelio.deSie haben unerfreuliche Post bekommen. Der Briefträger hat einen gelben Umschlag geliefert – der Inhalt: ein Strafbefehl. Ihnen wird vorgeworfen, eine Verkehrsstraftat (unerlaubtes Entfernen vom Unfallort/Gefährdung des Straßenverkehrs/Nötigung/Fahren ohne Fahrerlaubnis, etc.) begangen zu haben. Gegen Sie wird neben einem mehrmonatigen Fahrverbot eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 40 € festgesetzt.

In Ihnen brodelt die Frage –

Wenn der Strafbefehl rechtskräftig wird, bin ich dann vorbestraft?

Ich muß ein Führungszeugnis abliefern – Erfährt mein Arbeitgeber von diesem Urteil?

Ab wann ist man vorbestraft?

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Eintrag im Bundeszentralregister und der Eintragung im Führungszeugnis.
Nur der Inhalt des Führungszeugnisses ist wichtig gegenüber dem Arbeitgeber.

 

Was steht im Führungszeugnis?

Ich beschränke mich auf die für Sie wichtigsten zwei Punkte
  1. Verurteilungen zu einer Geldstrafe ab 91 Tagessätzen oder,
  2. Freiheitsstrafen oder Arrest über 3 Monate.
Solange die Geldstrafe unter 90 Tagessätzen bleibt und Sie auch nicht zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten verurteilt werden, wird diese Verurteilung zwar im Bundeszentralregister eingetragen. In das hat aber Ihr Arbeitgeber keinen Einblick. Im Führungszeugnis steht von dieser Verurteilung nichts.
Sie brauchen sich also keine Gedanken machen, dass Ihr Arbeitgeber etwas von dem Strafbefehl erfährt, sobald Sie das Führungszeugnis vorlegen. Die Verurteilung zu 30 Tagessätzen taucht im Führungszeugnis nicht auf.

 

Weitere Einzelheiten, was noch im Führungszeugnis eingetragen wird, können Sie hier nachlesen

Autokauf – Was gibt es zu beachten?

Welche Rechte haben Sie bei dem Kauf eines gebrauchten Pkw und welche Pflichten hat der Händler. Auch die Unterschiede zwischen einem Gebrauchtwagenkauf beim Händler und von einem Privatmann werden in meinem neuen Artikel Autokauf – Was gibt es zu beachten? erläutert.

Bußgeldbescheid erhalten? Das sollten Sie wissen.

RotlichtblitzerWenn Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, müssen Sie einige Dinge beachten, damit der Bescheid nicht rechtskräftig wird, bevor Sie etwas dagegen unternommen haben. Die wichtigsten Punkte erläutere ich Ihnen in diesem Artikel.

Zustellungsdatum beachten

Auf dem gelben Briefumschlag vermerkt der Postbote das Datum, an dem Sie den Bußgeldbescheid erhalten haben. Dieses Datum ist wichtig. Dann ab diesem Tag läuft die Zeit, in der Sie Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen können.

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Warum eine Rechtsschutzversicherung unverzichtbar ist

Auf meinem Unfallblog habe ich einen Artikel zum Thema Rechtsschutzversicherung veröffentlicht. wenn Sie interessiert, warum ich der Meinung bin, warum jeder eine Rechtsschutzversicherung haben sollte, empfehle ich Ihnen die Lektüre dieses Artikels.

An dieser Versicherung sollte keiner sparen. Es gibt genügend andere Versicherungen, auf die Sie ohne weiteres verzichten können. Aber eine Rechtsschutzversicherung sollten Sie in Ihrem Versicherungsbestand haben.

 

Unfallflucht ist nicht strafbar, wenn Sie den Unfall nicht bemerkt haben

Unfallflucht kann nur vorsätzlich begangen werden. 
Sie müssen bemerkt haben, dass Sie etwas oder jemanden geschädigt haben. Es gibt 3 Kriterien, wie Sie einen Unfall bemerken können:
  1. Sehen (visuelle Wahrnehmbarkeit)
  2. Hören (akustische Wahrnehmbarkeit)
  3. Spüren (taktile Wahrnehmbarkeit)
Nicht jede Berührung ist wahrnehmbar
Bei Unfällen zwischen Fußgängern oder Radfahrern und Lkw kommt es nicht selten vor, dass der Lkw weiterfährt, weil der Fahrer keine Kollision wahrgenommen hat. Die Sichtverhältnisse aus dem Fahrerhaus auf Rad-/oder Fußwege sind eingeschränkt. Der Lkw-Fahrer hat beim rechts abbiegen meist gar nicht die Möglichkeit, einen neben ihm am rechten Fahrbahnrand fahrenden Radfahrer zu sehen.
 
Größe und Lautstärke des Lkw können auch eine akustische und taktile Bemerkbarkeit der Kollision ausschließen.
Aber auch zwischen PKW kann es zu leichten Berührungen kommen, z.B. beim rückwärts ausparken, die Sie nicht zwangsläufig bemerken müssen. 
 
 
Nur die Zeugenaussage ist kein Maßstab
Eine Zeuge, der einen lauten Knall gehört haben will, ist noch kein Beweis dafür, dass auch Sie als Fahrer im Auto den Unfall gehört haben müssen. Beobachtet der Zeuge, dass das angefahrene Fahrzeug gewackelt hat, müssen Sie es nicht auch gesehen haben, weil Sie z.B. gerade darauf geachtet haben, dass Sie hinter Ihrem Auto niemanden anfahren, wenn Sie aus der Parklücke herausfahren.
 
Leider neigen die Richter dazu, vorschnell auf Zeugenaussagen zu setzen, weil Ihnen nicht bewusst gemacht wird, dass Sie im Auto eine ganz andere Wahrnehmung hatten, als der Zeuge, der in 10 m Entfernung auf dem Gehweg stand.
 
 
Der Gutachter muss es klären 
Wenn Sie sagen, dass Sie den Unfall nicht bemerkt haben, muss ein Sachverständigengutachten klären, ob die Kollision bemerkbar war. Der Gutachter rekonstruiert den Unfallhergang, er sollte auf jeden Fall den Unfallort besichtigen und anhand von Vergleichswerten des gefahrenen und des beschädigten Fahrzeugs analysieren, ob Sie den Unfall hören, sehen und spüren mussten.
 
 
Verneint der Gutachter alle 3 Kriterien, können Sie nicht wegen Unfallflucht bestraft werden.

Wann ist Fahrerflucht strafbar?

Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort § 142 StGB ist strafbar, wenn:
  1. Sie einen Unfall im öffentlichen Straßenverkehr 
Der Unfall muss sich im öffentlichen Straßenverkehr ereignet haben bzw. auf Parkplätzen, die in der Regel der Öffentlichkeit oder einem größeren Personenkreis frei zugänglich sind.
D.h., dass zum Beispiel in Tiefgaragen, in denen die Stellplätze fest vermietet sind, keine Unfallflucht begangen werden kann, da sich der Unfall nicht im öffentlichen Straßenverkehr ereignet.
 
  1. mit Sach- oder Personenschaden verursacht
Sie haben einen Fremdschaden verursacht, der nicht völlig belanglos ist. Bei einem Sachschaden liegt die Grenze bei etwa 25,00 €. Ist der Schaden geringer, ist der Tatbestand der Unfallflucht nicht erfüllt.
Wenn Sie als Unfallverursacher dabei einen höheren Schaden erleiden, kommt ebenfalls keine Fahrerflucht in Betracht. Es kommt nur auf den Fremdschaden an.
 
  1. und sich vom Unfallort entfernt haben, ohne die Feststellung Ihrer Person, des Fahrzeugs und der Art Ihrer Beteiligung zu ermöglichen
Nach dem Unfall müssen Sie eine angemessene Zeit an der Unfallstelle abwarten, ob der Geschädigte oder eine andere feststellungsbereite Person auftaucht, um Ihre Personalien entgegenzunehmen. Es genügt nicht, an dem beschädigten Fahrzeug einen Zettel mit dem Namen und der Telefonnummer zu hinterlassen, da Sie so die Festellung des Fahrzeugs und die Art Ihrer Beteiligung verhindern.
Erst wenn Sie dem Geschädigten oder der Polizei Ihre Personalien gegeben haben, können Sie sich erlaubt vom Unfallort entfernen.
Eine pauschale Dauer, wie lange Sie an der Stelle warten müssen, gibt es nicht.
Die Wartezeit hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Stellen Sie sich die Frage, wann wahrscheinlich mit dem Erscheinen des Geschädigten zu rechnen ist. Auf einem Supermarktparkplatz werden Sie damit rechnen können, dass innerhalb der nächsten 30-45 Minuten jemand kommt, dem das beschädigte Fahrzeug gehört.
Handelt es sich um einen „vereinsamten“ Parkplatz an dem möglicherweise die nächsten Tage keiner vorbeikommt, rufen Sie bei der Polizei an und melden den Vorfall, bevor Sie den Unfallort verlassen und fahren dann zu einer Dienststelle in der Nähe.
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