Nach Auffassung des OLG Oldenburg ist eine Britische Fahrerlaubnis in Deutschland nicht anzuerkennen, wenn diese lediglich durch Umtausch erworben wurde (OLG Oldenburg, Urteil vom 19. 9. 20111 Ss 116/11).

Das Gericht weist in seinem Urteil darauf hin, dass im EU-Ausland erworbene Fahrerlaubnisse zwar grundsätzlich in Deutschland formlos anzuerkennen sind und zum Fahren berechtigen.

In dem Fall hatte der Betroffene jedoch seinen deutschen Führerschein in einen britischen Schein umgetauscht. Auf der Rückseite war unter Ziff. 11 die alte Führerscheinnr. mit dem Code „70D“ eingetragen. Ein lediglich im Wege das Tauschs erworbener Führerschein berechtitgt hingegen nicht zum Führen eines Kraftfahrzeugs in der BRD, wenn die deutsche Fahrerlaubnis zuvor entzogen wurde.

Diese britische „driving licence“ stellt keine neue Legitimation dar.