Die Begleitstoffanalyse dient der Überprüfung der Nachtrunkbehauptung durch den Betroffenen

Steht ein Verkehrsdelikt im Zusammenhang mit einer Alkoholisierung wird von den Betroffenen gelegentlich angegeben, dass sie erst nach der Fahrt Alkohol zu sich genommen hätten (sog. Nachtrunk).

Bestehen Zweifel an den Angaben des Betroffenen und stehen keine Zeugen zur Klärung des Sachverhalts zur Verfügung, wird eine Begleitstoffanalyse in Auftrag gegeben. Dieses rechtsmedizinische Verfahren ermöglicht es, mithilfe der entnommenen Blutprobe, die Angaben zum Nachtrunk zu überprüfen.

Angaben zum Trinkverhalten sind erforderlich

Als Begleitstoffe kommen vor allem Alkohole, Aldehyde, Ketone, und Carbonsäuren in Betracht.

Außerdem sind Angaben zur Trinkmenge, der Trinkzeit sowie der zu sich genommenen Getränke wichtig. Im Zusammenhang mit den Körperdaten des Betroffenen lässt sich dann berechnen, ob die Angaben zum Nachtrunk schlüssig sind.